Seminarleiter und Referenten

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Gerald Knaus (Ă–sterreich) ist Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI). Er studierte in Oxford, BrĂĽssel und Bologna und unterrichtete Wirtschaftslehre an der Staatlichen Universität von Tschernowitz in der Ukraine und arbeitete in Bosnien fĂĽnf Jahre lang fĂĽr verschiedene NGOS und internationale Organisationen. Er war Direktor der Lessons Learned and Analysis Unit (LLA) der EU-Abteilung von UNMIK in Kosovo (2001-2004). Er veröffentlichte viele Artikel, die breite Debatten hervorriefen, zuletzt „The Merkel Plan“ (2015) und „The Rome Plan“ (2017) zur FlĂĽchtlingskrise in der Ă„gäis und dem zentralen Mittelmeer sowie „The European Swamp“ (2016) zu Korruption im Europarat. Er ist zudem Mitverfasser des Buchs „Can Intervention Work?“ (2011), sowie von ĂĽber 90 ESI-Berichten und 12 Filmskripten fĂĽr Fernsehdokumentationen zu SĂĽdosteuropa. Er ist GrĂĽndungsmitglied des European Council on Foreign Relations und war fĂĽr fĂĽnf Jahre Associate Fellow am Carr Center for Human Rights Policy der Harvard University Kennedy School of Governance in den USA, wo er 2010/2011 zu State Building und Interventionen unterrichtete. Seit 2016 ist er Mercator-IPC Senior Fellow in Istanbul. Er lebt in Berlin und Istanbul und schreibt den Blog www.rumeliobserver.eu.

©perspective daily

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Maren Urner, Gründerin von Perspective Daily. Nach dem Studium der Kognitionswissenschaften promovierte Maren Urner in Neurowissenschaften in London. Parallel war sie immer auch schreibend unterwegs und beschäftigte sich vor allem mit der Frage was Menschen antreibt und wie eine lebenswerte Zukunft für uns alle aussehen könnte. So stieß sie auf den Konstruktiven Journalismus und gründete Ende 2015 Perspective Daily. Ende März 2016 sammelte Perspective Daily erfolgreich über 12.500 Mitglieder. Seit einem Jahr veröffentlicht das ausschließlich durch Mitglieder finanzierte Online-Medium jeden Werktag einen konstruktiven und lösungsorientierten Artikel. www.perspective-daily.de

Seminare

1. Seminar („Unmögliche Begegnungen“)
Helgard Haug, ist Autorin und Regisseurin und arbeitet allein und gemeinsam mit Daniel Wetzel und Stefan Kaegi unter dem Label Rimini Protokoll. Seit 2000 entwickelt sie auf der BĂĽhne, im Stadtraum und fĂĽr das Radio StĂĽcke, die neue Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit eröffnen. So kopierte das Regietrio mit 200 Bonner BĂĽrgern eine ganze Bundestagssitzung: „Deutschland 2“. Sie inszenierten fĂĽnf Experten des mitteleuropäischen Todesarten zu „Deadline“ oder rekonstruierten den Bankrott der belgischen Fluglinie Sabena in BrĂĽssel mit „Sabenation – go home and follow the news“. Weiter entstanden zum Beispiel „Call Cutta in a Box“, ein aus einem indischen Call Centre live gefĂĽhrte Telefongespräch, „100% Stadt“ eine gelebte Statistik-Anordnung fĂĽr 100 BĂĽrger*innen auf einer DrehbĂĽhne und „Hauptversammlung“, eine parasitäre Intervention, anlässlich der Aktionärsversammlung der Daimler AG, sowie „best before“, ein interaktives Videospiel fĂĽr 200 Theaterzuschauer und mit „Hausbesuch Europa“ lassen sie in privaten Wohnzimmern ein Spiel um das größte StĂĽck des Kuchens spielen und die Konferenzsimulation „Welt-Klimakonferenz“, in der Zuschauer*innen zu Delegierten wurden.

Für ihre Hörspielarbeiten wurden sie mehrfach ausgezeichnet: 2008 erhielten sie für „Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ den Hörspielpreis der Kriegsblinden, „Qualitätskontrolle oder warum ich die Räuspertaste nicht drücke“ wurde Hörspiel des Monats 2014 und ausgezeichnet mit dem Hörspielpreis der ARD 2014, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2014, sowie dem Hörbuchpreis der ARD 2015.

2. Seminar („Schreiben ist Handeln“)
Maxi Obexer, Autorin von Theaterstücken, Hörspielen, Prosa und Essays und Hörspielen, wurde 1970 in Brixen, Südtirol / Italien geboren; sie lebt in Berlin. Obexer studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin. Für ihre vielfach politischen Werke erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. den Robert Geisendörfer Preis 2016 für das Hörspiel „Illegale Helfer“ (WDR), sowie den Potsdamer Theaterpreis 2017 für das Theaterstück „Gehen und Bleiben“. Sie war Gastprofessorin u.a. an der Georgetown University in Washington DC., am Dartmouth College NH, an der Universität der Künste, Berlin, sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2014 gründete sie das Neue Institut für Dramatisches Schreiben, Nids. Für ihren Romanessay „Europas längster Sommer“ wurde Obexer für den Bachmannpreis 2017 nominiert.

 

3. Seminar („Audio Technik als Gestaltungsmittel fĂĽr Hörspiel und Feature-Projekte“)
Benno MĂĽller vom Hofe,
Jahrgang 1968 arbeitet als Toningenieur für den WDR Hörfunk Köln und ist Dozent für Künstlerische Wortproduktion am Institut für Musik und Medien/ Düsseldorf. Er studierte Schlagzeug in New York und Düsseldorf und arbeitet freischaffend als Musiker und Produzent. Zahlreiche Hörspiel Veröffentlichungen und Radio Sendungen  für den WDR entstanden unter seiner technischen Federführung, u. A. „Krabat“ von Ottfried Preussler (Regie Angeli Backhausen), „Die Tore der Welt“ von Ken Follet (Regie Martin Zylka),  „Prima la Donna“ (Regie Thomas Wolfertz) , Germany 2071 (Regie: Nature Theatre of Oklahoma) uvm. Die von ihm realisierte Produktion „Screener“ von Lucas Derycke gewann 2017 den Hörspielpreis der Kriegsblinden.


4. Seminar („Gerade krumm“)
Benjamin Quabeck
 ist Regisseur, Autor und Cutter und lebt mit seiner Familie in Berlin. 2001 verfilmte er seinen bei Goldmann verlegten Roman „Nichts Bereuen“ mit Daniel BrĂĽhl und Jessica Schwarz, die hierin ihr SpielfilmdebĂĽt gab. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. In seinem ebenfalls preisgekrönten zweiten Spielfilm „Verschwende Deine Jugend“ debĂĽtierte Christian Ulmen. Quabeck trat als Koproduzent von „Winterreise“ von Hans Steinbichler und „Drachenmädchen“ von Inigo Westmeier auf und inszenierte im Bereich Werbung Fernseh- und Kinospots, unter anderem fĂĽr One.org mit Bono. Er realisierte fĂĽr Teamworx die Serie „Unschuldig“, zeichnete bei den Kinodokumentarfilmen „Keep Surfing“, „Drachenmädchen“ und „Ins Ungewisse“ fĂĽr Schnitt und Buch verantwortlich und setzte 2016 fĂĽr die BBC als Cutter und Additional Voice Director „Revolting Rhymes“ von Roald Dahl um. Seit 2003 schreibt und inszeniert Quabeck regelmäßig Hörspiele fĂĽr den WDR.

@wdr.de

5. Seminar („Können-wollen-mĂĽssen“)
Martina Müller-Wallraf, arbeitet seit 1990 als Journalistin für den WDR, seit Ende 1996 als Hörspieldramaturgin. Entwickelte und betreut avancierte und vielfach ausgezeichnete Sendestrecken für Hörspiele und Radiokultur. Als Redakteurin und Produzentin verantwortlich für zahlreiche Hörspielpreise, u.a. mit den Autoren Christoph Schlingensief, Schorsch Kamerun, Andreas Ammer und F.M. Einheit, Console, Paul Plamper und Rimini Protokoll. Seit September 2009 Leitung der WDR Hörspielredaktion.

 

Moderation

hartelGaby Hartel, geb. 1961 ist Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Ăśbersetzerin. Zahlreiche Features und Hörspiele. 2009 erhielt sie den Prix Italia fĂĽr „My Body in Nine Parts“ (Hörspiel nach Raymond Federman). Seit 1989 publizistische Begleitung der  Hörspiellandschaft in taz, Theater der Zeit und  epd-medien und Mitglied in Jurys (Hörspiel des Monats, Deutscher Radiopreis, Vorsitzende der Jury des Hörspielpreis der Kriegsblinden). Seit 1999 Konzeption und Leitung nationaler und internationaler (Radio)Kunstausstellungen, -symposien, -festivals u.a. am ZKM, Kunsthalle Wien, Palais de Tokyo, Neuer Berliner Kunstverein, Akademie der KĂĽnste Berlin, Naturhistorischen Museum Berlin. 2003 Dissertation ĂĽber Samuel Beckett als bildender KĂĽnstler. 2009 – 2013 Gastprofessorin an der Kunstakademie Oslo. Letzte Hörspielarbeiten: Virginia Woolf, „Orlando“ und „Zum Leuchtturm“ (BR) sowie „Echo Echo“ nach dem gleichnamigen Soundartpiece von A K Dolven.